
Im Rahmen der Ortschaftsversammlung am vergangenen Donnerstag wurde Dieter Bergstedt als Ortsvorsteher von Otersen verabschiedet. Am Montag hatte der Gemeinderat in seiner konstituierenden Sitzung Sandra Fittkau als seine Nachfolgerin gewählt, ihr Stellvertreter wird Marius Petrat. Noch bis zur Ortsvorsteherdienstbesprechung am 26. November bleibt Dieter Bergstedt im Amt und betonte im Rahmen der Versammlung: „Ich habe das immer gerne gemacht. Gemeinsam lässt sich hier in Otersen viel bewegen.“ Die Versammlung honorierte seinen ehrenamtlichen Einsatz mit lang anhaltendem Applaus, und seine Nachfolger überreichten ihm einen großen Präsentkorb. Insgesamt 10,5 Jahre war Bergstedt Ortsvorsteher von Otersen und erst die vierte Person seit 1972 in diesem Amt. Auch Bürgermeister Arne Jacobs dankte Bergstedt für dessen unkomplizierte und anpackende Art sowie die stets angenehme und wertschätzende Zusammenarbeit. Mit Sandra Fittkau übernimmt jetzt erstmals eine Frau das Amt als Bindeglied zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern Otersens und der Gemeindeverwaltung in Kirchlinteln.
Im Rahmen der Ortschaftsversammlung berichtete Bürgermeister Arne Jacobs zunächst über die Themen der Gemeinde und erläuterte u. a. die wichtigen Investitionsprioritäten sowie die am Montag im Gemeinderat beschlossene Richtlinie zum Bauturbo. Diese ist bereits im Internet unter abrufbar: https://www.kirchlinteln.de/bauen-wirtschaft/bauen/bauturbo/. Er empfahl, vor der Stellung eines Bauantrags beim Landkreis eine informelle Vorabstimmung mit der Gemeinde Kirchlinteln in Anspruch zu nehmen.
Im Anschluss ging es um die Themen innerhalb der Ortschaft. So berichtete Dieter Bergstedt von der nahezu abgeschlossenen Maßnahme des Sportvereins auf dem Dorfplatz und verwies darauf, dass die Glascontainer künftig einem weiteren Zugang zum Dorfplatz weichen sollen, sodass Radfahrer sowie Einwohnerinnen und Einwohner direkt die neue Sitzgelegenheit erreichen können. Die Glascontainer sollen in Friedhofsnähe einen neuen Platz finden. Bergstedt lobte dabei den großen Einsatz des TSV-Vorstandes, der das Projekt angeschoben, die umfangreichen Förderunterlagen eingereicht und die Maßnahme vorfinanziert hatte. Außerdem ging es um die Übertragung der innerörtlichen Straßen und Wege an die Gemeinde. Diese befinden sich im Besitz des Realverbandes, und am 16. November soll in Hohenaverbergen die nächste Versammlung stattfinden, bei der die Übertragung an die Gemeinde beschlossen werden soll. Steffen Spöring berichtete, dass die Einladung dazu in den Aushängen sowie in der Zeitung veröffentlicht wird.
Erstmals hatten die Vereine die Möglichkeit, im Rahmen der Ortschaftsversammlung einen Statusbericht über ihre Vereinsaktivitäten abzugeben, und machten davon ausführlich Gebrauch. Ralf Störk, Vorsitzender des TSV Grün-Weiß, berichtete von weiterhin über 400 Mitgliedern und einem Sportangebot von Montag bis Samstag. Die neueste Gruppe ist seit September „Linedance“. Zudem hat der TSV für die Dorfplatzumgestaltung Anfang November den Zuwendungsbescheid vom Amt für regionale Landesentwicklung erhalten, sodass die Maßnahme nun auch finanziell abgeschlossen ist.
Für die Feuerwehr berichtete Marius Petrat als stellvertretender Ortsbrandmeister von 31 Aktiven und insgesamt mehr als 100 Mitgliedern sowie von einem erfolgreichen Tag der offenen Tür im September. Jens Brettschneider stellte im Anschluss die Aktivitäten des Heimat- und Fährvereins vor und berichtete von fast 5.500 Fährgästen im Jahr 2026 sowie vielen gelungenen Veranstaltungen am Allerufer. Der Verein hat 140 Mitglieder und gut 60 ehrenamtliche Fährleute. Der Schützenverein kooperiert bei der Nachwuchsarbeit aktuell mit dem Nachbarverein in Wittlohe, um Kindern und Jugendlichen ein gemeinsames Angebot zu unterbreiten.